17.5.13

CASA DE VIDRIO





Photos VIA

Time for another architecture. The last one is much long ago. Here we go with the charming Lina Bo Bardi and her Casa de Vidrio from 1951.

LINA BO BARDI: TOGETHER
LINA BO BARDI: BUILDINGS SHAPED  BY LOVE


15.5.13

GROSSE DAMEN

Photo by PETER LINDBERGH

Sprachlos. Wirklich wahr. Zwei Damen haben mich getroffen. Ganz unverhofft. Aus heiterem Himmel. Einfach so. Ich muss schlucken. Sie schenken mir Worte, die mich verlegen machen. Ja, mehr als das. Dabei habe ich nichts getan, ausser was mir Freude macht. Danke Stepanini. Danke Marleen. Ihr seid beide ganz gross und dafür schenke ich Euch ein ganz grosses Lied von einer ganz grossen Dame. Danke!
___
ti

8.5.13

SOMMERLAUNE ODER SO


die
Nase
im
Wind


sauer
macht
lustig


Körner
überall


Warten
auf 
Sprossen


Ingwer. Figürlich ja eher so ein Aussenseiter. Genau für diese schlägt ja aber mein Herz. Und geschmacklich macht er mich glücklich und wach. Zudem gesund - entgiftend glaube ich. Ja. In der Brühe mit dem Huhn, im Bauch eines Fisches, püriert mit Rüben und dicker Kokosmilch und so weiter und sofort. Als Getränk fliesst er beinahe täglich in mich hinein. Ingwerwasser. Einfach und gut. Gewinnt bei mir gegen jede noch so raffiniert klingende Teesorte. Da halte ich es wie mit der Schokolade. Den guten alten unverfälschten Sorten. Nicht bereit für Experimente. Experimentiert habe ich dennoch. Mit einer grossen Wurzel Aussenseiter. Das Prozedere ist unkompliziert und heikel (beides kommt mir entgegen, einfach und doch mit ein bisschen Risiko). Das Ergebnis umwerfend scharffröhlich. Pur oder an einem ersten lauen Frühlingsabend mit einem Schuss Gin (am liebsten dem aus der alten Heimat). Probiert selbst und berichtet. Unbedingt!


Ginger Ale

ein Stück frischen Ingwer (gerieben etwa zwei Esslöffel und drücken statt reiben geht auch)
den Saft von einer Zitrone
zweihundertzwanzig Gramm Zucker
einen viertel Teelöffel Trockenhefe
eine leere Plastikflasche zum Gären (ein bis eineinhalb Liter)
Flaschen wie man möchte zum Abfüllen

den Ingwer schälen und fein reiben
Zitrone auspressen
und beides mischen (uhhh, das duftet)

den Zucker und die Hefe in die Flasche füllen
dann die Ingwerzitronenmischung dazu geben 

die Flasche halbvoll mit Wasser (ohne Kohlensäure) füllen
feste schütteln
dann bis ungefähr fünf Zentimeter unter den Flaschenrand weiter mit Wasser (ohne Kohlensäure) auffüllen

den Ansatz vierundzwanzig Stunden an einem warmen Ort gären lassen
durch die Hefe und den Zucker entsteht Kohlensäure, die Flasche wird fest wie ein Stein

nun kommt die Flasche weitere vierundzwanzig Stunden in den Kühlschrank
hier beruhigt sich die Gärung, bei weiteren vierundzwanzig Stunden im Warmen würde die Flasche platzen (!!!)

am nächsten Tag die Flasche vorsichtig öffnen (unter einem Tuch, für alle Fälle) *
nun in Gläser, Flaschen, Karaffen wie man lustig ist füllen
stört der geriebene Ingwer (mich nicht) giesst man ihn vorher durch ein Tuch

perfekt zum Picknickieren oder einfach so hier und da und dort

* da Ma meine Unbedarftheit in solchen Dingen kennt, durfte dies nur in seiner Anwesenheit geschehen


Und irgendwie wünschte ich mir bei jedem Handgriff Julie an meiner Seite, erst recht beim ersten Schluck!
___
ti



Photos by MATIMUK


7.5.13

SCHNELLE LIEBE

Photos via 1 │ 2 │ 3 │ 4 │ 5

Meine Liebe zu Denim (für Oben) war keine auf den ersten Blick. Mein erstes Stück ein weit geschnittenes Hemd. An mir meist mit hochgekrempelten Ärmeln, mal offen, mal geschlossen, nur noch nicht entschlossen zu sehen. Am Tag - es war ein sonniger im frühen Jahr, des letzten - als ich entschlossen wurde trug ich es offen. Ein wenig zerzaust muss ich daher gekommen sein, denn zur Begrüssung rauschten mir folgende Worte eines guten Freundes um die Ohren: "gut schaust Du aus, man könnte denken Du kommst geradewegs von Deinem Liebhaber und hast Dir in der Eile sein Hemd  übergeworfen, ziehe es bitte öfter an". Ganz ehrlich, ich kann mit Komplimenten nicht umgehen. Nein. Ich mag sie nicht einmal hören. Doch dieses gehört zu meinen Top Fünf. Seither trage ich besagtes Hemd meist offen und immer entschlossenmit genau diesem Gefühl und es fühlt sich ziemlich gut an. Sehr albern, sehr schön. 


1 _ mit diesem Hemd fing alles an
2 _ Tag und Nacht könnte man ihn tragen
3 _ wunderbare Campagne zu besagtem Stoff aus München
4 _ ein unerfüllter Traum
5 _ der oder der, im Schrank hängt nun der Aprikoverall (Nina)


Und gestern gab es noch Zuwachs. Mittlerweile zähle ich fünf für Oben. So schnell kann´s gehen.
___
ti

5.5.13

BERGFRÜHLING

Photos by MATIMUK

Elf Sonntage, die keine waren. Peng. Heute ein anderer. Hoch hinauf gegangen. Distanz gesucht. Überfordert vom bunten frühen Jahr im Tal. Vom Menschentrubel. Der Stadt. Vom normalen Leben. Da heroben noch alles schlicht unterkühlt und doch am Leben. Die Farben sanft, ruhig, gerade am erwachen. Ein guter Ort für einen Sonntag, der wieder einer werden könnte. 

4.5.13

SOMMERSUCHE

Photo above by MATIMUK, below via TALKING TO KAFKA

Vor einiger Zeit habe ich den Sommer gesucht. Eine Erinnerung, ein Gefühl, eine Sehnsucht. Ich ging in den Keller und dort fand ich ihn. Den Sommer im Keller finden. Absurd, aber wahr. Komisch. Schön. Ich steckte den Kopf hinter die schwere Kellertür und meine Nase verschwand direkt im Ärmel meines Neoprenanzuges. Drei kräftige Züge und ich war für einen Moment selig. Es muss keiner verstehen, nein. Das erste Mal vernahm ich diesen Geruch als sehr kleine Ti bei meinem Vater. Olfaktorisch vielleicht nicht delikat. Aber immer Freiheit. Immer Meer. Salzige Luft. Sandige Füsse. Gute Zeiten. 

So. Jetzt gehe ich Mainasse Blumen pflücken.

23.4.13

APRILSACHEN

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Schnell noch die Aprilsachen. >Schnell noch< eigentlich gar nicht gemocht. Dennoch. Bevor die Vier in der Dreizehn vorüber ist. Zeit ein Abstraktum in dieser Zeit. Zeit. Viel zum Blättern. Denken. Machen. Machen. Machen. Der Frühling beginnt irgendwo. Weiter machen. Die Zeit läuft. Es wird ernst. Es ist in Ordnung.


Sou Fujimoto leitet
Stepanini trifft
Ginger Ale hält wach
Aesop anscheinend auch (verursachet hier eher Kopfflimmern)
Brause tröstet
Ma hilft
>Tafelrunde: Schriftsteller kochen für ihre Freunde< wartet geduldig weiter gelesen (und gekocht) zu werden
bunte Schuhe im Postkasten
auf Tafeln unterm Kirschbaum vorgefreut



und Heimat


Geniesst!